Den von Werner Lissy verfassten Pressetext der ordentlichen Mitgliederversammlung des Fördervereins Musikverein Heinstetten e.V. und des Musikvereins Heinstetten e.V. kann durch den nachfolgenden Link aufgerufen werden. 

Heinstetten. Rund sieben Monate später als vorgesehen fanden wegen der Corona-Pandemie unter strikter Einhaltung der Hygienevorschriften in der Heinstetter Festhalle die Jahreshauptversammlungen des Fördervereins, sowie des Musikverein Heinstetten für das Jahr 2019 statt.

Begonnen hat der Vorsitzende vom Förderverein, Felix Steidle mit seinem Jahresbericht, dem er am Ende durch seinen sofortigen Rücktritt als Vorsitzender einen knalligen Paukenschlag folgen ließ.

Recht aktiv waren die Mitglieder vom Förderverein Musikverein Heinstetten im Jahr 2019 mit mehreren Aktionen und der Durchführung von Veranstaltungen. Besondere Höhepunkte sind die Schrottsammlung und das 36. Weinlaubenfest gewesen. Der Anstieg von 28 Mitgliedern auf den derzeitigen Stand von 109 Mitgliedern ist auf den Zugang von Zöglingen in die Jugendkapelle, deren Eltern in den Förderverein aufgenommen worden sind, zurückzuführen.  Felix Steidle führte weitere Unternehmungen die dem Hauptverein zu Gute gekommen sind aus und sprach seinen Dank, insbesondere an seinen Stellvertreter Ferdinand Raiber, sowie an die Vorstandschaft des Hauptvereins und an alle Unterstützer aus. Dann kam der Knaller des Abends, als er nach achteinhalb Jahren Amtszeit als Vorsitzender des Fördervereins seinen sofortigen Rücktritt, den er mit beruflicher Weiterbildung und einem fünfjährigen Aufenthalt außerhalb von Heinstetten begründete, bekannt gegeben hat. Er konnte jedoch gleich mit Fabian Müller einen Nachfolger, der von der Versammlung bestätigt worden ist, vorstellen. Zuvor erstattete Carina Kille den Kassenbericht, aus dem all die vielen Zahlen der Ausgaben und Einnahmen verdeutlicht worden und von der Kassenprüferin Claudia Drissner bestätigt worden sind. Ortsvorsteher Thomas Deufel übermittelte die Grußworte der Ortschaftsverwaltung und der Ortschaftsräte, bedankte sich beim Förderverein für die geleistete Arbeit für den Musikverein Heinstetten und führte die einstimmige Entlastung herbei.

Standesgemäß eröffnete die Musikapelle mit einem Marsch die Jahreshauptversammlung des Musikverein Heinstetten. Die 1. Vorsitzende Sylvia Nowacki streifte in ihrem Rückblick kurz die wichtigsten Ereignisse aus dem Jahr 2019. Dies waren die Auftritte bei vielen Festen und Veranstaltungen, bei runden Geburtstagen, Hochzeiten und auch traurigen Anlässen. Ein besonderer Höhepunkt bildete die musikalische Begleitung der Narren vom Narrenfreundschaftsring beim Empfang im Regierungspräsidium Freiburg.  Das Hilb-Open-Air, das Weinlaubenfest und das Weihnachtskonzert waren ebenfalls die Highlights 2019.  Die Mitgliederzahl beträgt aktuell 211 Mitglieder beim Musikverein Heinstetten.

Von dem gesamten Jahresablauf mit den vielen Aktivitäten die von der Vorstandschaft und von der Musikkapelle wahrgenommen worden sind, berichtete in chronologischer Reihenfolge Schriftführerin Sophia Gölz. In mehreren Ausschusssitzungen ist über den Verlauf des Vereinsgeschehens beraten und entschieden worden.

Über keinen Arbeitsmangel brauchte sich Kassiererin Gabi Drißner beklagen. Sie hatte die Einnahmen und Ausgaben im höheren fünfstelligen Bereich zu bearbeiten und musste der Versammlung einen hohen Verlust im fünfstelligen Bereich mitteilen. Dazu konnten die Kassenprüfer Claudia Drissner und Werner Braun die korrekte Buch- und Kassenführung bestätigen.

Der Dirigent Thomas Mossbrucker hatte neben großem Lob auch recht kritische Anmerkungen zu erteilen. Nicht nur die musikalischen Höhepunkte gaben Grund zur Freude, sondern auch deswegen, dass zwei Jungmusikanten in die aktive Kapelle aufgenommen werden konnten. Bei 14 Auftritten war die Teilnahme der Musiker mit 73,3 Prozent deutlich unter dem Ergebnis von 2018. Ähnlich sieht es auch bei dem Probenbesuch aus. Bei 45 Proben und drei Registerproben betrug die Anwesenheit 79 Prozent. Dazu meinte Thomas Moosbrucker „wer will sucht Wege, wer nicht will sucht Ausreden - und manche nicht einmal die Ausreden“. Positiv bewertete er, dass 17 Musiker für fleißigen Probenbesuch ausgezeichnet werden konnten und dies die Basis dafür sei um das musikalische Niveau zu halten und beim Schwierigkeitsgrad seit 2017 konstant geblieben ist. Der Meinung von Thomas Mossbrucker zufolge sei die Musikkapelle Heinstetten ein gutes Oberstufen-Orchester, das dem Anspruch dies zu zeigen entsprochen habe und die Herausforderung angenommen werden müsse. Seinen Bericht beendete der Dirigent mit dem Zitat von Wilhelm Busch: “Wer leben will, der muss was Tun“ und abgeändert auf die Musikkapelle heißt dies: wer musikalischen Erfolg will, der muss Proben!“

Aus dem Jugendbereich berichtete Sophie Nowacki über die Aktionen und Veranstaltungen, die von den Jugendlichen unternommen worden sind. Dazu gehörten die Vorstellung der Instrumente bei den Schülern, sowie ein Konzert in der Grundschule. Großen Spaß hatte man beim Jugendmusikfestival in Tieringen, sowie bei der Mitgestaltung des Weihnachtskonzertes vom Musikverein Heinstetten.

Darauf ging auch die Jugendleiterin Jessica Sauter in ihrem Bericht ein. Sie zeigte sich erfreut, dass wieder einige Zöglinge aufgenommen werden konnten und die Mini-Juka wieder mit Proben begonnen hat. Mit einem Drei-Stufen-Modell soll der Übergang von der Mini-Juka zur Juka und zum aktiven Orchester bewerkstelligt und das Level auf der Mittelstufe gehalten werden. Um den Übergang etwas zu definieren will man das vom Kreisverband angebotene Jugendabzeichen einführen.

Den Bericht der Jugenddirigentin Katja Steidle, die nicht anwesend sein konnte, wurde von Jessica Sauter vorgetragen. Schwärmerische und besorgte Äußerungen gab es da zu hören. Momentan besteht die Juka aus 33 Jungmusikerinnen und Musikern. Die Juka spielte beim Hilb-Open-Air, beim Fronleichnamsfest, beim Kunstfest in Geislingen und beim Schlosshoffest in Lautlingen. Nicht zu vergessen das Weihnachtskonzert der aktiven Musikkapelle. Bedauern kam bezüglich der vielen Absagen von Lehrgängen, Festen und weiteren Veranstaltungen die der Corona-Pandemie zum Opfer fallen zum Ausdruck. Erstmals hätte die Jugendkapelle an einem Wertungsspiel in der Mittelstufe teilnehmen wollen, doch auch hier kam die Absage und die Vertröstung auf einen späteren Zeitpunkt.

Seine Gruß- und Dankesworte der Stadt, des Stadt- und Ortschaftsrates übermittelte Bürgermeister Frank Schroft. Den Musikanten dankte er für die musikalischen Mitwirkungen verschiedener städtischer Veranstaltungen und stellte in den Raum, was die Stadt und der Gemeinderat für sie tun. Man helfe wo es möglich ist und führte die finanzielle Unterstützung von Musikinstrumenten, sowie die Vereinsförderung an. Der Musikverein Heinstetten sei ein großes Aushängeschild für die Stadt Meßstetten wofür ihm großes Lob gebühre. Der Aufgabe die Entlastung herbeizuführen kam der Bürgermeister gerne nach und bekam von der Versammlung einstimmig ihr Einverständnis signalisiert.

Die 1. Vorsitzende Sylvia Nowacki bedankte sich bei allen die zu dieser harmonischen und in ungewöhnlicher Räumlichkeit stattfindenden Versammlung beigetragen haben, wonach noch mehrere Mitglieder, die nicht kommen konnten, zu ehren gewesen wären. Für 20jährige passive Mitgliedschaft wurde Melanie Löckel und für 30jährige passive Mitgliedschaft Martin Drissner geehrt. Eine Ehrenurkunde erhielten bereits vorab für 60jährige passive Mitgliedschaft Arnold Buhl und Ferdinand Buhl.

Mit drei Musikstücken, dirigiert von Thomas Moosbrucker, wurde die Versammlung beendet.                  

 

Text und Foto: Werner Lissy 

 

Foto: Die Vorstandschaft des Musikverein Heinstetten:  hinten rechts nach links:

Bernd Rudolf, Siegbert Raiber, Enrico Joner, Thomas Mossbrucker, Rolf Buhl, Frank Mauch. Vorne: Felix Braun, Sophia Gölz, Sylvia Nowacki, Ike Schwanz, Jessica Sauter, Gabi Drißner.

 

 

 

Foto: Der neue Vorsitzende des Fördervereins Musikverein Heinstetten von links nach rechts: 1. Vorsitzender: Fabian Müller, 2. Vorsitzender: Ferdinand Raiber, Beisitzer: Bernd Braun und Kassiererin: Carina Kille.